Andreas Kalt im Interview (http://holzhandwerk.andreas-kalt.de)

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von Konstantin Winter

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Eine kurze Zusammenfassung vorweg


1. Stelle dich doch kurz vor, für alle die dich noch nicht kennen.

Mein Name ist Andreas Kalt, ich bin Anfang vierzig und Lehrer an einem Gymnasium in Baden-Württemberg.


 2. Wie bist Du genau zum Heimwerken gekommen und wie fing es mit deiner Website an?

Als ich ein Teenager war, suchte ich einen Ferienjob und habe ihn in einer Schreinerei in der Verwandtschaft gefunden. Anfangs habe ich einfache Handlangertätigkeiten gemacht und die Werkstatt gefegt, aber mit der Zeit habe ich aufmerksam zugeschaut und Dinge ausprobiert, so dass ich mehr und mehr selbst tun konnte.

In diesem Job habe ich dann während meiner ganzen Schulzeit und auch im Studium während der Ferien gearbeitet.

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holzhandwerk.andreas-kalt.de

Mit dem Berufsanfang schlief das etwas ein, denn ich hatte kaum noch Zeit und auch keine Räumlichkeiten. Vor einigen Jahren haben wir dann ein Haus gekauft, das auch eine Gartenwerkstatt beinhaltete. So habe ich das Holzwerken wieder reaktiviert und gestaltet nun Schritt für Schritt meine Holzwerkstatt.

Schon bald hatte ich auch die Idee, meine Arbeit online zu teilen, weil ich das seit vielen Jahren in anderen Bereichen auch tue. So habe ich einfach mal ein Blog installiert und erste Beiträge veröffentlicht. Der YouTube-Kanal kam dann wenig später auch dazu.


3. Was findet man auf deiner Seite und was macht sie deiner Meinung nach einzigartig?

Ich dokumentiere auf meinem Blog meine Projekte in all ihrer Vielfalt. Ich baue, was ich selbst brauche. Werkstatt-Möbel, Werkzeughalterungen, Spielzeug für die Kinder, Kleinmöbel für das Haus etc. Ob meine Seite einzigartig ist, müssen andere beurteilen.

Ich denke, es gelingt mir ganz gut, meine Arbeitsabläufe nachvollziehbar zu erklären. Außerdem lege ich wert auf eine anschauliche Darstellung mit vielen Bildern und auf ein klares Layout ohne viel Schnickschnack.


4. Wie sieht deine Arbeitsvorbereitung aus; Arbeitest du vor dich hin und nimmst dir dann das was du gerade brauchst, oder planst du grob durch um zu wissen, wann Du welche Materialien benötigst?

Ich arbeite in der Regel immer an einem Projekt und beginne das Nächste, wenn das Vorige abgeschlossen ist. Meist versuche ich, die Materialien vorab zu besorgen, damit ich alles parat habe.

Kleinigkeiten besorge ich oft aber auch erst, wenn das Projekt schon gestartet ist. Ich habe neben dem Vollzeitberuf nicht allzu viel Zeit in der Werkstatt, daher möchte ich keine Verzögerungen haben, weil ich Materialien erst noch während des Projekts besorgen muss.


5. Was hast Du in naher/ferner Zukunft an Projekten für deine Seite geplant?

Dieses Jahr stehen einige interessante Projekte an: Demnächst werde ich ein Hochbett bauen. Außerdem sollen in der Werkstatt einige Dinge dazu kommen.


 6. Mit welchen Oberfräsen hast Du bereits gearbeitet? Welche davon kannst Du empfehlen und von welchen rätst Du eher ab?

Ich habe bisher nur mit der Makita RT0700 gearbeitet. Sie ist eine sehr vielseitige Einsteigerfräse, mit der man nahezu alle anfallenden Arbeiten erledigen kann. Lediglich für den Einsatz in einem Frästisch ist sie weniger geeignet.

Für diesen Zweck habe ich nun die MOF001 von Triton zu Hause, die ich allerdings noch nicht ausprobiert habe. Sie soll in einem Frästisch zum Einsatz kommen. Zur Makita habe ich ein Review-Video gemacht das für die Leser hier womöglich interessant ist:



 7. Dein Lieblingsprojekt, umgesetzt mit einer Oberfräse:

Ich benutze die Oberfräse sehr oft: Zum Fasen oder Runden von Kanten zum Beispiel in nahezu jedem Projekt. Ein Lieblingsprojekt habe ich daher eher nicht. Bei meiner LED-Lampe, der Spielzeug-Armbrust oder den Anschlagsschienen für die Tauchsäge ist sie allerdings zu interessanteren Einsätzen gekommen.


8. Zum Schluss: Auf welche 3 Punkte sollten Anfänger vor dem Kauf besonders achten?

Zum Einstieg würde ich auf eine möglichst flexible Fräse achten, die Makita RT0700 ist in dieser Hinsicht klasse. Mit ihr kann man Kanten mit einer Hand fräsen, aber auch eintauchende Fräsungen vornehmen.

Ein guter Parallelanschlag ist oft nützlich – der ist bei der Makita nicht dabei, kann aber günstig dazu gekauft werden (siehe das o.g. Video).

Wenn man die Fräse (auch) in einem Frästisch nutzen möchte, sollte sie möglichst durch die Grundplatte hindurch höhenverstellbar sein und außerdem eine ausreichende Hubhöhe haben.

Andreas – vielen Dank für das unfassbar wertvolle Interview!

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